Kurz zur Story:
Die Geschichte handelt von einem drogensüchtigen und korrupten Polizisten Terence McDonagh, verkörpert von Nicolas Cage. Dieser wird aufgrund der Rettung eines Häftlings vor dem Ertrinken während des Hurrikans Katrina zum Lieutenant befördert, verletzt sich bei dieser Aktion allerdings schwer und muss fortan Schmerzmittel einnehmen. Im Fokus des Films steht die Jagd nach dem Drogendealer Big Fate ein Jahr später: Dieser hat eine komplette Familie afrikanischer Einwanderer kaltblütig umgebracht. Neben dem Kampf mit Big Fate wird auch McDonaghs Abhängigkeit von Sex, Kokain und dem Schmerzmittel Vicodin stark thematisiert.
Ich war gespannt darauf ob Hollywood wieder mal die alten Kamellen aufwärmt aber ich war überrascht das der Film seelische Abgründe zeigt die ich bisher sonst noch nie irgendwo gesehen habe. Irgendwie hat man am Ende das Gefühl als hätte Cage die ganze Zeit einen Plan gehabt, auch wenn es augenscheinlich nicht so war.
Die Schauspieler agieren alle entsprechend ihrer Rolle, Mendes als Freudenmädchen ist eine Augenweide (ja sorry aber in den Outfits :) ) die wenigen Sätze die sie zu sprechen hat bringt sie überzeugend rüber und Cage den ich fast nur als Goodboy kenne hat richtig Spass dran das Rindvieh raushängen zu lassen. Allein die Halluzinationen seines Charakters spielt er eins A.
Überrascht war ich das X-Zibit in diesem Film sehr überzeugend als Drogenboss rüberkommt. Irgendwie hat der Kerl einen ganz eigenen Charme. Val Kilmer der in einer Nebenrolle agiert sollte dort auch bleiben ich hätte ihn nicht gebraucht.
Die Musik ist klasse und passt durchgehend zum Set genauso bunt gemischt wie New Orleans eben. Die psychedelischen Einflüsse zwischendrin sind zu verkraften und die Leguane haben selbst mich geschickt^^. Irgendwann kommt man sich selbst zugedröhnt vor und kann wie Cage nicht mehr zwischen Wahn und Realität unterscheiden. Und so kommt es das man irgendwo meint das Ende des Films wäre im Rausch erdacht.
Isses aber nicht.
Fazit: Schaut euch den Film an alleine die Anspielung auf Dirty Harry (die 44er Magnum) ist schon wert den Film zu sehen. Wer mal knapp 2 Stunden in die Abgründe der menschlichen Seele reisen mag darf das gern tun und wird nicht enttäuscht werden.
9 von 10 Punkten

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